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I CAPULETI E I MONTECCHI Salzburger Festspiele

Salzburger Festspiele Oper I CAPULETI E I MONTECCHI (konzertant)

Vincenzo Bellini (1801 - 1835)

Tragedia lirica in zwei Akten (1830)

Libretto von Felice Romani nach dessen Libretto zur Oper Giulietta e Romeo von Nicola Vaccai, nach der Tragödie Giulietta e Romeo von Luigi Scevola und weiteren Quellen

Konzertante Aufführung

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln


Leading Team:

Marco Armiliato Musikalische Leitung

Besetzung:

Michele Pertusi Capellio
Elsa Dreisig Giulietta
Aigul Akhmetshina Romeo
Pene Pati Tebaldo
Roberto Tagliavini Lorenzo

Ensembles:

Philharmonia Chor Wien
Walter Zeh Choreinstudierung
Mozarteumorchester Salzburg

 

Die konzertante Oper I Capuleti e i Montecchi findet in der Felsenreitschule statt.

 

Bild: Johannes Ifkovits

Zur Produktion:
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„Dieses Lebewohl wird nicht das letzte sein …“

Vincenzo Bellini hatte sich bereits über Italien hinaus
einen Namen gemacht, als das Teatro La Fenice ihn im Januar 1830 dazu gewann, innerhalb weniger Wochen eine neue Oper für die laufende Karnevalssaison zu komponieren: Mit I Capuleti e i Montecchi trat Bellini in die Jahre seiner Meisterschaft und bewies, wie sehr er zu einem persönlichen Stil gefunden hatte — einem Stil, der die Vision einer Musik verfolgte, „die aufs Engste das Wort ausdrückt“, und Melodien von erlesener Schönheit und großer dramatischer Aussagekraft hervorbrachte. Wie genau die Gesangslinien auf jede Nuance des Textes reagieren, zeigt besonders die Schlussszene — Romeos Selbstmord neben der vermeintlich toten, dann aber erwachenden Giulietta. Jenseits der Konvention einer aria finale vertraute Bellini auf die Wirkung eines ausgedehnten Accompagnato-Rezitativs, in das Arioso-Passagen, eine Arietta und ein ebenso kurzes Duett eingebettet sind. Gerade weil die Szene so schlicht gehalten ist, berührt sie umso tiefer.
Indem er die Rolle des männlichen Protagonisten einem Mezzosopran zudachte, knüpfte Bellini an frühere italienische Romeo-und-Julia-Opern an. Manche empfanden diese Tradition als nicht mehr zeitgemäß, doch ihr Reiz ist unbestreitbar. Die Besetzung des Liebespaares mit zwei Frauen ermöglichte es Bellini, deren Stimmen innig zu verschlingen, sie aber auch zu echtem Einklang zu verschmelzen. So singen Romeo und Giulietta am Ende des Finales von Akt I, abgesetzt gegen den Männerchor ihrer verfeindeten Familien, unisono eine Melodie, die sogar Berlioz — keineswegs ein Bellini-Verehrer — überwältigte: „Diese beiden Stimmen, die zusammen wie eine einzige erklingen und vollkommene Vereinigung symbolisieren, geben der Melodie eine außerordentliche Schwungkraft. Ich gestehe, dass ich unvermutet von Rührung gepackt wurde und begeistert applaudierte.“

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