ELEKTRA Salzburger Festspiele



Salzburger Festspiele oper ELEKTRA

Elektra - Oper von Richard Strauss

Tragödie in einem Aufzug op. 58 (1909)

Libretto von Hugo von Hofmannsthal nach seinem gleichnamigen Schauspiel
nach der Tragödie des Sophokles

Neuinszenierung

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Nach dreijähriger Arbeit an der Komposition wurde Strauss’ Oper am 25. Januar 1909 in Dresden uraufgeführt.

Hugo von Hofmannsthals Schauspiel wurde 1903 in der Regie von Max Reinhardt in Berlin uraufgeführt. Es erschüttert durch seine Intensität und Brutalität, beeindruckt durch die in ihrem Reichtum und in ihrer Qualität einmalige Sprache. Kaum etwas erinnert hier noch an das Werk von Sophokles, auf dem es beruht. Der junge österreichische Autor hatte Nietzsches Geburt der Tragödie, die Studien über Hysterie von Josef Breuer und Sigmund Freud sowie Freuds Traumdeutung gelesen und war dadurch entscheidend geprägt worden. Das lichte Griechentum eines Winckelmann oder Goethe hatte mit der Jahrhundertwende der finsteren, brutalen, fast barbarischen Seite dieser Zivilisation Platz gemacht. Die Irrgänge der menschlichen Seele schienen nun dunkler. Die von der neu aufkommenden Psychoanalyse beleuchteten Krankheitsbilder beflügelten die Fantasie der Kunstschaffenden, deren Figuren komplexer wurden.
Es war die Interpretation Gertrud Eysoldts in der Titelrolle dieser Elektra, die Richard Strauss bereits im November 1903 dazu bewog, eine auf dem Schauspiel basierende einaktige Oper in Angriff zu nehmen. Strauss kürzte das Stück zum Teil, um das Libretto auf die Beziehungen zwischen den beiden Schwestern Elektra und Chrysothemis — die eine auf der Seite des Todes, die andere auf jener des Lebens —, zwischen Elektra und ihrer Mutter Klytämnestra sowie schließlich zwischen Elektra und ihrem Bruder Orest zu konzentrieren, dessen Erscheinen schier unglaublich für sie ist: weil ihr Leben dadurch endlich einen Sinn bekommt und die Rache, die sie sich immerzu ausgemalt hat, endlich vollzogen werden kann.

Mitwirkende:
Franz Welser-Möst, Musikalische Leitung
Kryzysztof Wrlikowski, Regie
Małgorzata Szczęśniak, Bühne und Kostüme
Felice Ross, Licht
Denis Guéguin, Video
Claude Bardouil, Choreografie
Christian Longchamp, Dramaturgie

Tanja Ariane Baumgartner, Klytämnestra
Aušrine Stundyte, Elektra
Asmik Grigorian, Chrysothemis
Michael Laurenz, Aegisth
Derek Welton, Orest

DIESE VORSTELLUNG IST NUR IN KOMBINATION MIT ANDEREN VORSTELLUNGEN IM RAHMEN DER SALZBURGER FESTSPIELE BUCHBAR!

Die Oper Elektra findet in der Felsenreitschule statt.

Bild: Michael Pöhn

TICKET - HOTLINE +43 662 82 58 58-16